Glasklar
Glasklar von Schmuckwerk
Ein Brillant, der frei in der Luft zu stehen scheint: In der Kollektion Glasklar liegt der Stein nicht in Krappen und nicht in einer Zarge, sondern in einer von Hand geformten Kugel aus Glas. Nichts verdeckt ihn, und weil gewölbtes Glas wie eine Lupe arbeitet, erscheint er etwa dreimal so groß, wie er tatsächlich ist.
Die Kollektionen im Überblick
- Alpen – Ringe mit zerklüftetem Relief, in dem Brillanten wie Schnee in Felsspalten sitzen. Als Trauringpaar passt weltweit nur ein Ring zum anderen.
- Glasklar – Der Brillant liegt ohne Fassung in einer handgeformten Glaskugel und erscheint durch den Lupeneffekt dreimal so groß. Der Einstieg in die Marke.
- Kristall – Konkav gearbeitete Flächen nach dem Vorbild einer aufgebrochenen Geode, innen mit Brillanten besetzt.
- Meine Welt – Eine Weltkugel als Anhänger. Für jeden Ort, an dem Sie glücklich waren, setzen wir einen Brillanten – jederzeit erweiterbar.
Vier Jahre Entwicklung bis zum Patent
Glas und Diamant sind ein widerspenstiges Paar. Der eine schmilzt, der andere verträgt Hitze nur begrenzt, und beide dehnen sich beim Erwärmen unterschiedlich aus. Bis aus dieser Idee ein tragbares Schmuckstück wurde, hat die Manufaktur Schmuckwerk vier Jahre gebraucht. Am Ende stand ein patentiertes Verfahren, bei dem der Brillant bei rund 1.000 Grad mit dem Glas vereint wird.
Gefertigt wird jede Kugel von erfahrenen Glasbläsern. Der Stein muss dabei exakt in der Mitte sitzen – nicht ein Zehntelmillimeter daneben, sonst wirkt er schief. Das lässt sich nicht automatisieren und nicht beschleunigen. Jede Kugel ist damit ein Einzelstück, kein Serienteil.
Warum das Glas den Brillanten größer macht
Eine gewölbte, transparente Kugel bricht das Licht und vergrößert, was in ihr liegt – dasselbe Prinzip, das eine Uhrmacherlupe nutzt. Ein Brillant von 0,07 Karat wirkt dadurch wie ein deutlich schwererer Stein. Gleichzeitig verdeckt keine Fassung die Facetten, sodass der Brillant sein Feuer vollständig zeigen kann. Was bei klassisch gefassten Steinen unter Metall verschwindet, bleibt hier sichtbar.
Klar, schwarz, weiß oder farbig hinterlegt
Die Wirkung ändert sich vollständig mit dem Hintergrund der Kugel. Eine schwarze Unterlage macht aus dem Brillanten einen Lichtpunkt in der Dunkelheit, kontrastreich und grafisch. Weiß hinterlegt wirkt das Stück weicher und heller. Ist die Rückseite mit Gelbgold, Roségold oder Platin belegt, bekommt der Stein einen warmen oder kühlen Schimmer, der die Farbe des Schmuckstücks aufnimmt.
Dazu kommen farbige Glaspunkte, die auf der Unterseite eingeschmolzen werden. Die Variante Crocus taucht die Kugel in ein bläuliches Licht und betont das Funkeln des Steins mit einem kühlen Farbtupfer. Bei diesen Ausführungen zeigt sich im Glas ein feiner Sternenhimmel – winzige Lichtpunkte rund um den Brillanten.
Von Edelstahl bis Platin
Glasklar ist die zugänglichste der vier Schmuckwerk-Welten. Der Einstieg gelingt mit einem Edelstahlring, bei dem die Glaskugel zwischen zwei schlichten Bandenden sitzt – ein Stück, das ebenso zu Jeans wie zum Abendkleid passt. Nach oben reicht die Kollektion bis zu Ringen in 750er Gold und 950er Platin, bis zu Armspangen und Colliers mit größeren Kugeln und schwereren Steinen.
Der Kugeldurchmesser wächst mit dem Brillanten: Sechs Millimeter für die zarten Ringe, acht für Armschmuck, zwölf und mehr für die Stücke, die als Solitär gedacht sind. Bei den Anhängern läuft die Kette unsichtbar durch das Schmuckstück, sodass die Kugel frei auf der Haut zu liegen scheint. Ringe gibt es in den Weiten 49 bis 64.
Die Brillanten
Schmuckwerk verwendet Brillanten in der Qualität tw/vs – Top Wesselton für die Farbe, was einem feinen Weiß entspricht, und very small inclusions für die Reinheit. Einschlüsse dieser Größenordnung erkennt nur ein geübtes Auge unter zehnfacher Vergrößerung. Sie sind ausdrücklich erwünscht, denn sie belegen die natürliche Herkunft des Steins: Laborsteine kommen ohne Einschlüsse. Schliff, Proportion und Politur liegen mindestens im Bereich sehr gut bis exzellent. Ab 0,70 Karat gehört eine Diamant-Expertise zum Schmuckstück. Alle Steine stammen aus konfliktfreien Quellen nach dem Kimberley-Prozess.
Wie empfindlich ist die Glaskugel?
Diese Frage bekommen wir bei jeder Beratung gestellt, und sie ist berechtigt. Verwendet wird ein sehr hartes, temperaturbeständiges Glas – es ist kein Bauteil, das man vorsichtig behandeln müsste. Ein Schlag gegen eine Kante oder ein Sturz auf Stein kann es allerdings beschädigen.
Der entscheidende Punkt: Ein solcher Schaden ist kein Totalverlust. Eine zerkratzte Kugel lässt sich aufarbeiten, eine beschädigte ersetzen. Der Brillant kann jederzeit über die Manufaktur aus dem Glas entnommen werden. Wir übernehmen die Abwicklung für Sie und sagen Ihnen vorher, was der Weg kostet und wie lange er dauert.
Zwei Dinge sind übrigens normal und kein Reklamationsgrund: Durch den Lupeneffekt sieht man mitunter kleinste Mikrobläschen im Glas rund um den Stein. Und über der Tafel des Brillanten zeigt sich manchmal eine sehr feine Linie – dort schließt sich das Glas über dem Stein. Beides sind Spuren der Handarbeit.
Aus Ratingen, seit 1994
Heike und Markus Schmidt haben Schmuckwerk 1994 gegründet. Die Manufaktur sitzt in einer historischen Papiermühle aus dem Jahr 1852 im Angertal bei Ratingen – rund eine Autostunde von Kamen entfernt. Neben Glasklar entstehen dort die Welten Meine Welt, Alpen und Saturn.
Bei uns in Kamen anprobieren
Glasklar ist eine Kollektion, die man in die Hand nehmen muss. Der Lupeneffekt, die Tiefe im Glas, das Spiel des Lichts bei jeder Bewegung – das zeigt kein Produktfoto. Wir führen die Kollektion in unserem Geschäft und beraten Sie in Ruhe, welcher Kugeldurchmesser, welches Metall und welcher Hintergrund zu Ihnen passt. Nicht vorrätige Modelle bestellen wir gern zur Ansicht. Auf Wunsch gravieren wir Ihr Schmuckstück in unserer Werkstatt.
Häufige Fragen zu Glasklar
Schwebt der Brillant wirklich?
Er ist vollständig von Glas umschlossen und wird von diesem gehalten – eine Fassung aus Metall gibt es nicht. Weil das Glas völlig transparent ist, sieht man keine Halterung, und der Stein wirkt, als stünde er frei im Raum.
Warum sieht der Brillant größer aus, als er ist?
Die gewölbte Glaskugel wirkt wie eine Lupe. Der Stein erscheint dadurch etwa dreimal so groß wie sein tatsächlicher Durchmesser.
Was passiert, wenn die Glaskugel zerkratzt oder bricht?
Das Glas ist sehr hart und temperaturbeständig, aber nicht unzerstörbar. Eine zerkratzte Kugel kann aufgearbeitet, eine beschädigte ersetzt werden. Sprechen Sie uns an – wir kümmern uns um die Abwicklung mit der Manufaktur.
Kann der Brillant später entnommen werden?
Ja. Die Manufaktur kann den Brillanten jederzeit aus der Glaskugel entnehmen, etwa wenn er anderweitig verarbeitet werden soll.
Ich sehe kleine Bläschen im Glas. Ist das ein Fehler?
Nein. Durch den Lupeneffekt werden kleinste Mikrobläschen sichtbar, die bei der Handfertigung entstehen. Auch eine sehr feine Linie über der Tafel des Brillanten ist normal – dort schließt sich das Glas. Beides sind Kennzeichen echter Handarbeit.
Welche Materialien gibt es?
Edelstahl, 750er Gelb-, Weiß- und Roségold sowie 950er Platin. Die Rückseite der Glaskugel kann schwarz, weiß, farbig oder mit einer Edelmetallplatte hinterlegt sein.
In welchen Ringweiten ist Glasklar erhältlich?
Standardmäßig in den Weiten 49 bis 64. Wir messen Ihre Ringweite im Geschäft genau aus.
Welche Diamantqualität wird verwendet?
Brillanten in tw/vs – feines Weiß mit sehr kleinen Einschlüssen, Schliff mindestens sehr gut bis exzellent. Ab 0,70 Karat liegt eine Diamant-Expertise bei. Alle Steine stammen aus konfliktfreien Quellen nach dem Kimberley-Prozess.
Kann ich Glasklar bei Ihnen ansehen?
Ja, wir führen die Kollektion in unserem Geschäft in Kamen. Modelle, die gerade nicht vorrätig sind, bestellen wir gern zur Ansicht.